Stiftung Freiräume


Kein Geld, Keine Ware, kein Konsum

Klaus Wowereit im Umsonstladen Der Umsonstladen ist ein selbstorganisiertes, antikapitalistisches Projekt. In einer Gesellschaft in der die Dinge zu Waren werden und ihr Austausch nur über Geld organisiert wird, in der die Banknoten über die Lebenschancen der Menschen entscheiden, wollen wir eine praktische Alternative bilden: Kein Geld, keine Waren, kein Verkauf und auch kein Tausch. Im Umsonstladen sind all gleich  egal, ob sie in der Luxuslimosine vorfahren oder in abgetretenen Schuhen und zu Fuß kommen.
Entscheidend ist nicht, was Du hast, sondern was Du brauchst!

Neuere und ältere Artikel zum Umsonstladen befinden sich hier


Pressemitteilung des Umsonstladens 18.10.06

Hausbesitzer verdrängt Mieter
Der Konflikt um die Brunnenstraße 183 in Berlin Mitte geht in die nächste Runde. Der neue Eigentümer des Hauses, Dr. Manfred Kronawitter, hat die MieterInnen in einem Brief aufgefordert, ihre Wohnungen bis zum 27. Oktober zu verlassen. Kronawitter weigert sich, die im Haus bestehenden Mietverhältnisse anzuerkennen. Auch auf den Vorschlag, mit den MieterInnen Gespräche am runden Tisch zu führen, will er nicht eingehen.

Für vermittelnde Gespräche hatten sich mehrere Bezirkspolitiker ausgesprochen. Die BVV Mitte beschloss am 31. August, das Bezirksamt aufzufordern, "sich dafür einzusetzen, dass das Wohn- und Sozialprojekt in der Brunnenstrasse 183 / "Umsonstladen" erhalten bleibt / gesichert wird". Ebenfalls wurde das Bezirksamt dazu angehalten, "gesonderte Anstrengungen zu unternehmen, um die Bedürfnisse der Bewohner/innen mit den Ansprüchen des Eigentümers in Einklang zu bringen".

Die MieterInnen des Hauses richten sich nun auf einen Klageprozeß ein. Seine erste gerichtliche Niederlage hat Kronawitter indes bereits einstecken müssen. Er hatte gegen die Passauer Zeitung "Am Sonntag" geklagt, die über den Konflikt zwischen Eigentümer und Bewohnern berichtet hatte. Per einstweiliger Verfügung hatte er dem Blatt untersagt zu schreiben, dass es sich bei der Brunnenstraße 183 um ein "offenes Haus unter Selbstverwaltung" handle und dass in dem Wohnprojekt auch Rentner lebten. Einen Sprecher des Projektes hatte Kronawitter durch seinen Anwalt dazu aufgefordert, eine "Unterlassungserklärung" bezüglich seiner Informationsweitergabe an die Medien zu unterzeichnen. Das Gericht gab Ende September der Zeitung in dem Prozeß recht.

Weitere Informationen zum Hausprojekt und zum Umsonstladen kšnnen Sie bei uns gern telefonisch erfragen. Ansprechpartner ist Jens , Tel. 0160 97634525.
Sie kšnnen sich ebenfalls beim Haus-Rechtsanwalt Hr. Heusinger (Tel. 030/ 84712540) erkundigen.


Pressemitteilung des Umsonstladens 19.9.06

Stille Räumung Brunnenstrasse 183
Die Kämpfe um die Brunnenstrasse 183 in Berlin Mitte gehen weiter. Für den morgigen Mittwoch, 20. September 8 Uhr, hat der neue Eigentümer, der Passauer Arzt Dr. Manfred Kronawitter, eine Beräumung des Hauses angekündigt, in dem sich auch der Berliner Umsonstladen befindet. Der Müllentsorger ALBA ist angewiesen, alle allgemein zugänglichen Flächen zu räumen. Die Polizei ist informiert und einatzbereit. Die Aktion ist eine Fortsetzung der Schikanen des Hauseigentümers gegen die Mieter, zu denen u.a. die Zerstörung der Schließanlage des Hauses am 15. August gehörte. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hatte sich am 16. August bei einem Besuch des Umsonstladens für den Erhalt des Projekts ausgesprochen.

Weitere Informationen zum Hausprojekt und zum Umsonstladen können Sie bei uns gern telefonisch erfragen. Ansprechpartner ist Jens , Tel. 0160 97634525.

Sie kšnnen sich ebenfalls beim Haus-Rechtsanwalt Hr. Heusinger (Tel. 030/ 84712540) erkundigen.

Weiterhin stehen Ihnen auf auf unseren Internetseiten www.umsonstladen.info und www.brunnen183.de umfangreiche Infos zur Verfügung.


Pressemitteilung des Umsonstladens 6.9.06

BVV Mitte steht hinter Hausprojekt "Brunnen 183"
Am 31.08.2006 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin in ihrer 48. Sitzung eine breite Unterstützung des Hausprojektes Brunnenstrasse 183, in dem auch der Berliner Umsonstladen seinen Sitz hat. Zuvor hatte der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit sich bei einem Besuch des Umsonstladens in der Brunnenstr. 183 für den Erhalt des Projektes ausgesprochen hatte.

Die Projekte in der Brunnenstrasse 183 gerieten nach dem Verkauf ihres Hauses an den Passauer Arzt Dr. Manfred Kronawitter in den vergangenen Wochen zunehmend in Bedrängnis. Kronawitter hatte die Schlie?anlage des Hauses zerstören lassen, war wiederholt in die Wohnräume der Bewohnerinnen und Bewohner eingedrungen und weigert sich, die seit Jahren bestehenden Mietverhältnisse anzuerkennen.

Am vergangenen Donnerstag beschloss die BVV nun, dass Bezirksamt aufzufordern, "sich dafür einzusetzen, dass das Wohn- und Sozialprojekt in der Brunnenstrasse 183 / "Umsonstladen" erhalten bleibt / gesichert wird". Dazu wurde das Bezirksamt ebenfalls angehalten "gesonderte Anstrengungen zu unternehmen, um die Bedürfnisse der Bewohner/innen mit den Ansprüchen des Eigentümers in Einklang zu bringen."

In der Bürgerfragestunde erklärte der SPD-Kandidat für das Abgeordnetenhaus Markus Pauzenberger, dass Projekt sei aus Sicht der SPD-Fraktion "sehr erhaltenswert". Er werde sich dafür einsetzen, dass es zu einem "runden Tisch aller Beteiligten" komme. Frank Bertermann Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Grüne erklärte dazu, seine Fraktion werde "alles mögliche in Bewegung setzen, dass die Sanierungsziele, die eine Sanierung an den Bedürfnissen der Bewohner vorsieht, dort auch umgesetzt wird."

Dr. Kronawitter hat indessen über sein Anwaltsbüro "Ingo Schmitt und Partner" (Berliner CDU-Vorsitzender) eine "Flut" von Klagedrohungen und Anzeigen gegen die Bewohner und Besucher des Projektes eröffnet. So fordert er von einem Sprecher des Projektes eine "Unterlassungserklärung" bezüglich seiner Informationsweitergabe an die Medien zu unterzeichnen. Die Rechnung des Anwaltes über 555,50 Â für die Abmahnung lag gleich bei.

Weitere Informationen zum Hausprojekt und zum Umsonstladen k?nnen Sie bei uns gern telefonisch erfragen. Ansprechpartner ist Jens , Tel. 0160 97634525.

Sie können sich ebenfalls beim Haus-Rechtsanwalt Hr. Heusinger, Tel. 84712540, erkundigen.

Weiterhin stehen Ihnen auf auf unseren Internetseiten www.umsonstladen.info und www.brunnen183.de umfangreiche Infos zur Verfügung.


Pressemitteilung des Umsonstladens 17.8.06

...und Wowi kam in den Umsonstladen
Bedrohtes Hausprojekt Brunnenstrasse 183 bittet Klaus Wowereit um Unterstützung

Wowereit folgte der Einladung des bedrohten soziokulturellen Hausprojektes in der Brunnenstrasse 183 und besuchte während eines Kiezspaziergangs am Mittwoch Abend den dort ansässigen Umsonstladen. Vor Ort informierte sich der Regierende Bürgermeister über das Projekt und die aktuelle Situation des Hauses, welches von einem neuen Hauseigentümer mit Rausschmiss bedroht wird.
Gemeinsam mit dem SPD-Kandidaten für das Abgeordnetenhaus Markus Pauzenberger und dem Bezirksbürgermeister-Kandidaten Christian Hanke sowie Dagmar Hänisch, der Stadträtin für Bildung und Kultur, hatte Wowereit zum Kiezspaziergang durch die Brunnenstrasse geladen. Die Bewohner und Projektaktivisten aus der "Brunnen 183" nutzten die Gelegenheit, um über die aktuellen Ereignisse in ihrem Haus zu informieren und für politische Unterstützung des offenen Künstler- und Projektehauses zu werben. Wowereit wünschte dem Umsonstladenkollektiv "viel Glück im Kampf um den Erhalt" des alternativen Projektes und trug sich - wie auch seine Begleiter - auf der Unterstützerliste des Umsonstladens ein. Von Seiten des Projektes wurde ihm eine Informationsmappe und ein Anschreiben mit der Bitte um Unterstützung überreicht.

Anschließend berieten Markus Pauzenberger, Dagmar Hänisch sowie der BVV-Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Grüne Frank Bertermann bei Kaffee im Umsonstladen über die aktuelle Lage und Perspektiven für die "Brunnen 183".
In den letzten Wochen hat sich die Situation um das Hausprojekt nach einem Eigentümerwechsel dramatisch zugespitzt. Der neue Eigentümer Dr. Manfred Kronawitter aus Passau missachtet regelmäßig die Rechte der Mieter des Hauses, ist wiederholt in Wohnungen eingedrungen, hat Eigentum der Bewohner aus dem Haus entwendet und zudem am vergangenen Dienstag die komplette Schließanlage des Hauses zerstört. Die rund 30 Bewohner des Hauses müssen nun in einem komplett offenen und ungesicherten Haus wohnen. Kronawitter verweigert beharrlich Verhandlungen und die Anerkennung der Mietverhältnisse im Haus.

Am kommenden Sonntag, 20. August, 20.00 Uhr findet im Künstlerhaus ACUD, Veteranenstrasse 21 eine Solidaritätsvorstellung von Aristophanes Theaterstück "DIE VÖGEL" statt, an dem auch vier Hausbewohner mitwirken. Der Eintritt beträgt 4,- Â und kommt der "Brunnen183" zu Gute.

Weitere Informationen zum Hausprojekt und zum Umsonstladen können Sie gern bei uns telefonisch erfragen. Ansprechpartner ist Jens , Tel. 0160 97634525.
Sie können sich ebenfalls beim Haus-Rechtsanwalt Hr. Heusinger, Tel. 84712540, erkundigen.
Bildmaterial von Wowereits Umsonstladen-Besuch stellen wir auf Anfrage ebenfalls gerne zur Verfügung.


Pressemitteilung des Umsonstladens 24.4.06

Umsonstladen fordert Runden Tisch.
Sanierung vertreibt nichtkommerzielles Projekt aus Berlin Mitte.
Neuer Hauseigentümer nicht verhandlungsbereit.

Gewitterwolken aus Pappe hängen im Schaufenster des Berliner Umsonstladens. In der Brunnenstraße 183 braut sich ein Konflikt zusammen zwischen den Projektbetreibern und Mietern des Hauses auf der einen Seite und dem neuen Eigentümer Grundstücks auf der anderen. Nach jahrelanger Immobilienspekulation wollten die Mieter die Zukunft des Hauses selbst in die Hand nehmen. Die Gelegenheit dazu bot sich, als im Januar dieses Jahres die Brunnenstrasse 183 zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben war. Mit dem Verein Soziales Leben und Arbeiten (solar e.V.) wollten sie das Haus kaufen, um die Sanierung so zu gestalten, wie es den Bedürfnissen der jetzigen Bewohner und der dort angesiedelten Projekte entspricht. Dafür hatten sie Gelder überwiegend durch Direktkredite gesammelt - bis Januar waren mehr als der Verkehrswert von 260.000 EURO zusammengekommen. In letzter Minute jedoch wurde die Zwangsversteigerung von der Gläubigerbank EuroHypo AG abgesagt. Statt dessen einigte sie sich mit einem Arzt aus Passau auf einen Kaufpreis, der sehr viel höher als der Verkehrswert der Immobilie betrug.
Der neue Eigentümer will das im Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt gelegene Haus nun bereits ab Juni für eine halbe Million EURO (?) sanieren. Der Umsonstladen kommt in seinen Plänen nicht vor. In die Räume soll statt dessen eine Arztpraxis einziehen. Auch die jetzigen Bewohner des Hauses werden verdrängt, da viele die Mieten nach der Sanierung nicht mehr zahlen können. Nach den Vorstellungen des Arztes sollen sie um mindestens ? pro qm steigen.
Die Betreiber des Umsonstladens und die Mieter des Hauses, wollen nun mit dem neuen Eigentümer die Gespräche über eine sozialverträgliche Sanierung wieder aufzunehmen. Bereits vor ? Jahren hatte es einen Runden Tisch mit Mietern, Eigentümer, Vertretern des Bezirks (wer noch?) gegeben. Die Verhandlungen mit der vorherigen Eigentümerin, der Immobiliengesellschaft team 2, waren jedoch abgebrochen, nachdem der Geschäftsführer der Firma verschwunden war, um sich Forderungen von Gläubigern zu entziehen. - zwar nicht ganz richtig, aber für Lobby natürlich ne bessere Formulierung ;-) Der neue Eigentümer weigert sich bislang, die Gespräche am Runden Tisch fortzusetzen. "Jetzt ist wieder die Politik gefragt, um im Konflikt zu vermitteln", meint Hans Schmidt vom Umsonstladen. In den vergangenen Monaten beteiligten sich zahlreiche UnterstützerInnen an Aktionenzum Erhalt des Ladens in der Berliner Innenstadt. Hier kann seit über vier Jahren jeder nützliche Dinge vorbeibringen, die er selbst nicht mehr braucht - ein neuer Nutzer kann sie umsonst mitnehmen. Das Projekt wird jede Woche von mehreren hundert Menschen besucht.

Infos und Presseberichte unter: www.umsonstladen.info www.brunnen183.de


Pressemitteilung des Umsonstladens 12.1.06

Umsonstladen kauft sich selbst
Für den Erhalt des Projektes sammelt der Solar e.V. Gelder, um das Haus in der Brunnenstrasse 183 zu kaufen. Dem Verein bleibt nur noch wenig Zeit.

Geld spielte bisher keine Rolle in den Räumen des Umsonstladens in Berlin Mitte. Wer hier hereinkommt, kann aus den Regalen nützliche Dinge mitnehmen, ohne etwas dafür zu bezahlen. Seit mehr als vier Jahren funktioniert dieser Laden nun schon.

Doch seit im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass das Haus in der Brunnenstraße 183 zwangsversteigert werden soll, fürchten die Betreiber um die Zukunft ihres Projekts. Zu erwarten ist, dass ein neuer Eigentümer die Immobilie unweit des Hackeschen Markts mit maximalem Gewinn sanieren will.

Aus diesem Grund haben sich der Umsonstladen mit den Hausbewohnern und befreundeten Projekten zusammengeschlossen. Sie wollen das Grundstück bei der Zwangsversteigerung am 23. Januar im Amtsgericht Mitte mit dem Verein Solar e.V. selbst kaufen.  So können wir uns und einem möglichen Investor viel Ärger ersparen und das Projekt dauerhaft sichern , erklärt Hans Schmidt vom Umsonstladen.

Für das Vorhaben sucht der Verein nun Menschen, die das Hausprojekt mit Spenden und Direktkrediten unterstützen. Ziel ist es, Freiräume für nichtkommerzielle Projekte und bezahlbaren Wohnraum in der Berliner Innenstadt zu erhalten. Dazu soll das Gebäude auf sozialverträgliche Weise instandgesetzt werden. Für die Zukunft des Hauses ist unter anderem ein gemeinschaftliches Wohnprojekt geplant sowie die Einrichtung einer Holzwerkstatt mit Werkzeugpool, die Menschen nach dem non-profit Prinzip nutzen können.

Infos und Presseberichte unter:
www.umsonstladen.info
www.brunnen183.de